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01.04.25

CarniMed_Blog_Bauchspeicheldruseninsuffizienz_Futter

Bauchspeicheldrüseninsuffizienz beim Hund: Die richtige Ernährung bei EPI

Ernährung bei Bauchspeicheldrüseninsuffizienz – Die richtige Diät für betroffene Hunde

Nachdem wir in Teil 1 die Ursachen, Symptome und Diagnose der exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) beim Hund beleuchtet haben, widmen wir uns nun einem zentralen Baustein der Behandlung: der richtigen Ernährung.

Denn: Ohne die ausreichende Produktion von Verdauungsenzymen kann der Hund selbst hochwertiges Futter nur unzureichend verwerten. Umso wichtiger ist eine angepasste, gut verdauliche und nährstoffreiche Fütterung, die den Verdauungstrakt entlastet und gleichzeitig den Nährstoffbedarf deckt.

In diesem Artikel erfährst du, worauf es bei der Fütterung eines Hundes mit Bauchspeicheldrüseninsuffizienz ankommt, welche Nahrungsmittel geeignet sind – und wie du durch einfache Maßnahmen den Gesundheitszustand deines Hundes positiv beeinflussen kannst.

Wie lässt sich dieser Erkrankung nun therapeutisch begegnen? 

Wichtig ist insbesondere eine gute Verdaulichkeit des verabreichten Futters. Dieses Kriterium erfüllen in aller Regel Futter (selbst zubereitet oder Fertigfutter), das Eier, Hüttenkäse, Muskelfleisch oder innere Organe enthält, außerdem aufgeschlossene (d.h. ausreichend gekochte/erhitzte) Mais-, Reis-, Gersten- oder Weizenstärke.

Der Fasergehalt im Futter sollte möglichst niedrig sein, weil ein hoher Gehalt an Fasern die Verdaulichkeit der übrigen Nährstoffe beeinträchtigt.

Die Fütterung spielt eine entscheidende Rolle bei der Therapie. 

Wichtige Prinzipien sind:
  1. Leicht verdauliche Proteine: Muskelfleisch, Eier, Hüttenkäse oder Innereien
  2. Hochverdauliche Kohlenhydrate: Gut gekochte Stärkequellen wie Reis, Mais oder Gerste
  3. Niedriger Faseranteil: Ballaststoffe sollten reduziert werden, da sie die Verdauung behindern
  4. Angepasster Fettgehalt: Meist ist eine moderate Reduktion notwendig
  5. Mehrmalige Fütterung: mindestens 2-3mal täglich
  6. Enzyme als Futterzusatz

Veränderte Nährstoffaufnahme bei EPI

Fett

Auch der Fettgehalt der Ration sollte eher niedrig sein. Jedoch reicht die Fettreduktion kombiniert mit hochverdaulichen Komponenten allein meist nicht aus, um die Symptomatik zu lindern. Daher ist es erforderlich, die von der Bauchspeicheldrüse nicht mehr in ausreichender Menge gebildeten Verdauungsenzyme „von außen“ zuzuführen. 

Vitamin A, D, E, K

Aufgrund des zur Fettverdauung nötigen Enzyms Pankreaslipase, das bei EPI fehlt, ist die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K reduziert. Gelegentlich ist auch nach dem Zusatz von Pankreasenzymen zum Futter die Aufnahme dieser Vitamine unzureichend, so dass diese in bestimmten Abständen abhängig vom Serumlevel vom Tierarzt als Spritze verabreicht werden müssen.

Vitamin B12

Auch die Aufnahme von Vitamin B12 ist oft vermindert und muss daher gegebenenfalls bei dauerhaft niedrigem Serumspiegel als Injektion verabreicht werden. 

Folsäure 

Der Folsäurespiegel im Blut kann aufgrund verstärkter Bildung durch die Darmflora im Falle einer bakteriellen Überwucherung erhöht sein. Allerdings gibt es auch Fälle mit zu niedrigem Serumlevel, wenn neben der exokrinen Pankreasinsuffizienz noch eine weitere Darmerkrankung besteht, die die Folsäureaufnahme behindert. In diesem Fall sollte Folsäure ergänzt werden, da ein Folsäuremangel die Bauchspeicheldrüsenfunktion beeinträchtigt.

Enzymzusätze – Warum sie essenziell sind

Die Fütterung betroffener Hunde sollte mehrmals (mindestens zwei- bis dreimal) täglich in kleinen Portionen, denen Pankreasenzyme zur Verbesserung der Verdauungsleistung zugesetzt sind, erfolgen. Oft muss eine Erhöhung der aufgenommenen Energiemenge erfolgen, um dem meist bestehenden Untergewicht entgegenzuwirken, zumindest bis das Idealgewicht erreicht ist.

Die fehlenden Enzyme sollten über das Futter ergänzt werden

Die Pankreasenzyme (gewonnen aus Bauchspeicheldrüsen von Rind oder Schwein, wobei Pulver in der Regel wirksamer ist als Tabletten oder Kapseln – aber auch gefrorenes und vor der Verfütterung aufgetautes rohes Bauchspeicheldrüsengewebe von Rind oder Schaf kann Verwendung finden) werden direkt vor der Fütterung zugesetzt und sehr sorgfältig untergemischt, um Schleimhautreizungen des oberen Verdauungstrakts zu vermeiden. Die Dosis wird abhängig vom erzielten Effekt angepasst.

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Noch bessere Verwertung durch Vorverdauung des Futters

Noch wirkungsvoller ist die sogenannte „extrakorporale Vorverdauung“, bei der man die Enzyme gut unter das Futter untermischt und dieses für 4 Stunden bei Raumtemperatur oder 12 Stunden im Kühlschrank stehenlässt, um die Nahrungsbestandteile aufzuschließen. Problematisch (für die Nase des Besitzers, nicht für den Hund) ist jedoch der unangenehme Verdauungsgeruch, der durch diese Vorverdauung entsteht.

Langfristige Prognose – Kann ein Hund mit EPI gut leben?

Mit der richtigen Fütterung und Enzymgabe bessern sich die klinischen Symptome innerhalb von drei bis fünf Tagen, eine erste Gewichtszunahme ist meist nach fünf bis zehn Tagen erkennbar. Bei unzureichendem Ansprechen muss gegebenenfalls die Enzymdosis erhöht werden; außerdem müssen andere (Begleit-)Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Literatur:

Diagnostic Update: Pankreatitis und exokrine Pankreasinsuffizienz beim Hund. Idexx Laboratories. 

Dillitzer, N. (2012). Tierärztliche Ernährungsberatung. 2. Auflage.

Elsevier Urban & Fischer, München. Hand et al. (2010). Small Animal Clinical Nutrition. 5. Auflage. Mark Morris Institute, Kansas, USA.

Bilder:

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